9. Welt-Pankreaskrebstag in Stade am 17.11.2022

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Elbe-Kliniken in Stade und TEB e. V. Selbsthilfe luden zum
9. Welt-Pankreaskrebstag am 17. November 2022 ein!


000.jpgVoller Dankbarkeit nahmen wir das Angebot von Herrn Professor Benno Stinner, eine gemeinsame Veranstaltung zum Welt-Pankreaskrebstag in Stade abzuhalten, an.

Des Weiteren wollten wir die Gelegenheit nutzen, die Regionalgruppe Elbe-Weser, die wegen Corona brach lag, wieder neu aufzubauen.
Noch heute höre ich die Worte von Herrn Professor Stinner in der gemeinsamen Sitzung von Vorstand und Wissenschaftlichem Beirat: „Ich sorge für den Raum, die dazugehörige Technik und alles, was sonst noch dazugehört, und Sie, Frau Stang, müssen mit Ihrem Team nach Stade kommen“.

Der Vorstand und ich waren überwältigt und sagten sofort zu. Kurz nach der Sitzung begannen bereits die ersten Vorbereitungen. Das Motto „Annehmen-Bewältigen-Perspektiven“ wurde von uns für Deutschland festgelegt. Ein neues Logo und ein gemeinsames Programm wurden erstellt, Herr Professor Stinner sorgte für alles weitere.

Am Mittwoch, den 16. November, war es soweit: Herr Herbert Hölsch, mein Mann und ich fuhren nach Stade, voll bepackt war das Auto mit allen möglichen Utensilien. Zum ersten Mal trafen wir am Mittwochnachmittag in Stade auf den sehr sympathischen Techniker Herrn Sören Schult, er war für die weltweite und reibungslose Übertragung zuständig. Schnell spürten wir, dass wir uns in guten Händen befanden und positiv auf den morgigen Tag schauen konnten.
Später kam noch Herr Professor Stinner dazu, die einzelnen Vorträge wurden aufgespielt. Danach wurde der genaue Ablauf noch einmal besprochen, jeder wusste, was er am nächsten Tag zu tun hatte. Dann ging jeder seiner Wege.

Am nächsten Tag stellten wir unsere Präsentationswand auf, schmückten den Raum in lila und legten unsere Informationen aus. Ein wenig später kamen Herr Schult und eine weitere Mitarbeiterin dazu, jetzt wurden alle Kameras, Technik, Mikrophone und das Licht für die Veranstaltung eingestellt. Da wir noch nie eine solche Hybrid-Veranstaltung durchgeführt hatten, war das etwas Besonderes und auch Neuland für uns. Jeder der Teilnehmer legte einen negativen Schnelltest vor.

Frau Elke Ropers von der AOK Niedersachsen half uns kurzfristig mit einer Projektförderung nach § 20h SGB V. Sie übernahm im Rahmen der Förderung die Kosten für Technik und Presse. Für uns war ihre Anwesenheit eine Ehre! Wir freuten uns, dass sie sich die Zeit für diese Veranstaltung nahm und sich von unserer Arbeit in der Selbsthilfe vor Ort überzeugte. Danke!

Pünktlich um 16 Uhr eröffnete Herr Professor Stinner die Veranstaltung und begrüßte alle Anwesenden, es waren mehr als 50 Teilnehmer im Saal und mindestens 30 Teilnehmer aus den verschiedensten Bundesländern, die über Zoom zugeschaltet waren. Wir begannen mit dem Vortrag „Welt-Pankreaskrebstag, gestern, heute und morgen“, den ich als Gründungsmitglied des WPCD hielt.

Herr Professor Stinner folgte mit seinem Vortrag „Tumore der Bauchspeicheldrüse zum Verstehen.“ Es war ein sehr guter, laienverständlicher und interessanter Vortag, der mit Hoffnung endete.

„TEB e. V. stellt sich vor“ wurde von mir im Schnelldurchlauf gemacht, dazu hatte ich später noch einmal Gelegenheit.

Annehmen–Bewältigen-Perspektiven war das vorgegebene Motto von TEB e. V. für den 9. Welt-Pankreaskrebstag. Der Vortrag durfte einfach nicht fehlen! Anhand einer Power Point Präsentation zeigte ich, was bereits bei der Diagnosestellung im „Kopfkino“ abläuft. Ohne das Annehmen geht gar nichts!

Danach waren die Zuschauer dran, sie konnten ihre Fragen stellen und wir antworteten. Hier merkte man, wie komplex die Fragen waren und wie gut informiert Betroffene oder Angehörigen diese auch stellen.

Der Film „Leben mit Bauchspeicheldrüsenkrebs“ rundete die Veranstaltung ab. Man spürte sowohl im Saal wie auch am Bildschirm eine besondere Ergriffenheit, aber auch die Hoffnung, dass ein Leben mit der Erkrankung möglich ist.

Danach war Pause mit einem hervorragenden Imbiss, den der Küchenleiter der Elbe Klinik extra coronagerecht für uns herstellte. Nun ließen wir die seit langer Zeit bestehende Gruppe wieder aufleben. Es war ein reger und guter Austausch untereinander und als ich die Frage stellte, wer sich der Gruppe anschließen würde, gingen mehr als 20 Hände nach oben. Wir werden mit der neuen Gruppe im Februar/März starten.

Wie sagte eine Dame am Ende: „So wurde mir meine Erkrankung Bauchspeicheldrüsenkrebs noch nie erklärt. Jetzt weiß ich, ich muss nach vorne schauen und nicht zurück“.

Die Technik hatte wunderbar geklappt bis auf den kleinen Pointer, der nicht immer weiterschalten wollte und hin und wieder muckte.

Unser Dank geht an alle, die dazu beigetragen haben, dass der 9. Welt-Pankreaskrebstag wieder ein voller Erfolg für uns, aber auch für Deutschland, wurde.


Katharina Stang